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Stadtjugendausschuss nimmt Abschied von dem Top-Event "DAS FEST"

29.09.2009

„DAS FEST hat sich seit seinen Anfängen vor 25 Jahren bis in die Gegenwart hinein zu einer Marke für Karlsruhe mit bundesweiter Ausstrahlung entwickelt. Es war nicht nur ein Popkonzert, sondern fester Bestandteil des Karlsruher Kulturangebots mit jugend-, familien- und sozialpolitischen Ansprüchen. Wir müssen heute zur Kenntnis nehmen, dass DAS FEST von seinem eigenen Erfolg überrannt und letztlich erdrückt wurde“, reagiert Oberbürgermeister Heinz Fenrich auf die Vorstandsentscheidung des Stadtjugendausschusses, DAS FEST nicht mehr als Träger zu veranstalten. DAS FEST sei immer auch beliebter Treffpunkt für viele Karlsruher Familien gewesen. Mit seinem bunten Angebot habe es Jung und Alt mit den unterschiedlichsten Interessen begeistert. „Wir brauchen jetzt eine Denkpause, um in Ruhe und ohne Zeitdruck zu überlegen, ob und in wieweit diese ursprünglichen Elemente des FESTES in neuer, anderer Form, vielleicht an einem anderem Ort fortgeführt werden können“.

Die Entscheidung des Stadtjugendausschusses, auf dem Höhepunkt des Erfolges Abschied von der Marke DAS FEST zu nehmen, sei uneingeschränkt zu respektieren. Fenrich weiter: „Ich habe für diesen Schritt großes Verständnis, denn die Gründe, die gegen eine Fortführung sprechen, sind zu gewichtig, als dass sie weiter ignoriert werden können“. Das Stadtoberhaupt verweist auf die auch von Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften kritisierte massive Sicherheitsproblematik und das Thema Alkoholmissbrauch im Umfeld der Veranstaltung.

Mit über die Jahre zunehmender Bekanntheit und Beliebtheit sei DAS FEST in seiner jetztigen Form organisatorisch und finanziell immer weniger in den Griff zu bekommen gewesen. „Vor allem aber hat sich spätestens in diesem Jahr gezeigt, dass die Gün-ther-Klotz-Anlage für ein Großereignis mit solchen Menschenmassen ungeeignet ist“, so der Oberbürgermeister. Schließlich sei die Günther-Klotz-Anlage in den 1970er Jahren als innerstädtische Grünanlage konzipiert worden mit dem Ziel, Naherholungs-fläche für Familien, Spaziergänger, Kinder, Senioren zu bieten.

Den FEST-Machern dankte der Oberbürgermeister in einem Brief für „ein Vierteljahrhundert Musikgeschichte in Karlsruhe, die ohne Ihre Kreativität und Ihr übergroßes Engagement nicht möglich gewesen wäre.“ An diese Tradition anzuknüpfen, sie weiter zu entwickeln, und ein neues Sommer-Ereignis“ in Karlsruhe entstehen zu lassen, das sei ein lohnenswertes Ziel, an dem man jetzt arbeiten müsse. „Ich werde dieses Anliegen im Rahmen der städtischen Möglichkeiten nach Kräften fördern“, sagte OB Fenrich zu.(PM)