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Garmin öffnet Outdoor-GPS-Geräte für Rasterkarten

18.12.2009

Dank einer neuen Funktion namens „Garmin Custom Maps“, die per Webupdater kostenlos auf dem Dakota, Oregon oder Colorado installiert wird, können jetzt auch Rasterkarten auf diese Geräte übertragen werden. Was von Garmin als kleine Sensation angepriesen wird ist tatsächlich eine der Überraschungen auf dem GPS-Markt. Alle erdenklichen digitalen Rasterkarten (Landesvermessungsämter, MagicMaps, Kompass etc.) sowie eingescannte Papierkarten und Luftbilder werden auf den hochauflösenden Displays dargestellt.

Der Karten-Export ist allerdings etwas ungewöhnlich, denn er erfolgt über ein Bild-Overlay in Google Earth. Die entstandene .kmz-Datei wird direkt aufs Gerät kopiert, in MapSource können also weiterhin keine Rasterkarten genutzt werden. Auch ist die von Garmin beschriebene Erstellung des Kartenmaterials alles andere als komfortabel, denn der Overlay muss in Google Earth erst umständlich kalibriert werden. Die GPS-Software Touratech QV zeigt Kartenausschnitte jedoch per Klick in Google Earth bereits kalibriert an.

Für die Übertragung kompletter Kartensätze ist das ganze nicht geschaffen. Hierbei scheitert es an dem erhöhten Speicherplatzbedarf von Rasterkarten, sowie daran, dass das Maximum bei 100 (1024x1024 px großen) Karten-Kacheln liegt.
Dass Garmin seine Outdoor-GPS-Geräte für Rasterkarten öffnet ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, dennoch sind und bleiben die Geräte für Vektorkarten konzipiert. Die „Custom Maps“ stellen aber eine prima Ergänzung zum bisherigen Kartenmaterial dar. Sehr interessant ist es historische Karten oder auch Luftbilder mit dem vorhandenen Vektor-Kartenmaterial zu überlagern.

Inwiefern die gängige GPS-Software den direkten Rasterkarten-Export zum Garmin unterstützen wird bleibt abzuwarten. Bisher gibt es schon einige Tools und Tutorials die sich den „Custom Maps“ widmen, allerdings eher für technisch versierte Anwender.