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Stadt bittet Radfahrer und Radfahrerinnen, Verkehrsvorschriften einzuhalten

27.04.2010

Wenn es Frühling wird, steigen wieder viele Bürgerinnen und Bürger auf ihr Fahrrad. „Mit der Zunahme des Radfahrverkehrs nehmen aber auch die Verkehrsunfälle mit Radfahrern und Radfahrerinnen zu“, verweist Bürgermeister Wolfram Jäger auf die 551 registrierten Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung im vergangenen Jahr. Bei diesen Unfällen wurden 464 Radfahrer verletzt, zwei zogen sich tödliche Verletzungen zu. „An diesen Zahlen müssen wir arbeiten“, wünscht sich Bürgermeister Jäger mehr regelgerechtes Verhalten. „Denn wenn Radfahrer und Radfahrerinnen sich nicht an die Straßenverkehrsordnung halten, kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen mit anderen Verkehrsteilnehmern. Häufig sogar zu schwerwiegenden Verletzungen“, erläutert Jäger und sieht insbesondere jene Radler gefährdet, die entgegen der Fahrt-richtung fahren oder ein rotes Lichtsignal an den Kreuzungen oder Überwegen nicht beachten. Gefährlich ist auch das Befahren von Fußgängerüberwegen, denn hier haben nur Fußgänger und Fußgängerinnen vor Autofahrern Vorfahrt, nicht aber Radfahrer.

Selbstverständlich muss ein Fahrrad auch in einem ordnungsgemäßen Zustand sein. Dabei ist eine funktionierende Beleuchtung ebenso Pflicht wie eine Klingel, um besonders bei Dämmerung und Dunkelheit auf sich aufmerksam zu machen. Bürgermeister Jäger empfiehlt zudem bei Dunkelheit das Tragen heller Kleidung und natürlich einen Kopfschutz. Damit die Verkehrsvorschriften auch eingehalten werden, ist mit Kontrollen zu rechnen. „Wer Verkehrsvorschriften zuwiderhandelt, muss auch mit einer Geldbuße sowie mit Punkten in Flensburg rechnen“, sieht Jäger die Notwendigkeit von Verkehrskontrollen.

Damit Radler und Radlerinnen auf den Karlsruher Straßen sicher sind, steht diesen ein umfangreiches Angebot von Radverkehrswegen zur Verfügung. Radwege müssen immer dann benutzt werden, wenn sie mit einem blauen Verkehrszeichen mit Radfahrersymbol gekennzeichnet sind. Hierbei handelt es sich um Sonderwege. Damit die Radwege benutzbar bleiben, werden sie regelmäßig von Politessen (zum Teil per Rad) kontrolliert. Grüne Piktogramme auf der Fahrbahn kennzeichnen den Verlauf der City Routen. Diese haben jedoch keine straßenverkehrsrechtliche Bedeutung, sondern nur informativen Charakter.

Und wer radelt, sollte keinen Alkohol trinken. Auch für Radfahrer und Radfahrerinnen gelten die Alkoholgrenzwerte im Straßenverkehr. Wer zum Beispiel mit über 1,6 Promille angetroffen wird, riskiert seinen Führerschein und muss zur medizinisch-psychologischen Untersuchung.

„Werden die Verkehrsvorschriften eingehalten und nehmen alle Verkehrsteilnehmer gegenseitig Rücksicht, kann die Radfahrsaison in vollen Zügen genossen werden“, rät Bürgermeister Jäger und wünscht allen eine „gute und sichere Fahrt“. (PM Presse- und Informationsamt Stadt Karlsruhe)