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Pilotprojekt mit Solarterminals ermöglicht Weiterführung des Call-a-Bike-Leihrad-systems

13.10.2010

Mitte Dezember werden die Call-a-Bike-Leihfahrräder von den Straßen und Plätzen im Stadtgebiet verschwinden - doch sie könnten im Frühjahr 2011 wieder kommen. Denn der Hauptausschuss hat am Dienstag (12. Oktober) unter Vorsitz von Oberbürgermeister Heinz Fenrich entschieden, dass der Vertrag mit DB Rent über das Fahrradverleihsystem verlängert werden kann. Die Zusage ist gekoppelt an ein Pilotprojekt, welches DB Rent mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums in Karlsruhe durchführen möchte. Erhält DB Rent für die Idee, mit solarbetriebenen Stationen die Anmeldung zu vereinfachen, Gelder aus dem Fördertopf des Wettbewerbs „Innovative öffentliche Leihfahrradsysteme - Neue Mobilität in Städten“, dann kann der Vertrag mit DB Rent mit der zuletzt vereinbarten finanziellen Beteiligung der Stadt in Höhe von jährlich 90 000 Euro um weitere zwei Jahre verlängert werden.

Man wolle das Pilotprojekt in Karlsruhe ermöglichen, war man sich im Ausschuss einig, dieses werte das Leihradsystem auf und ergänze es mit neuen innovativen Elementen. Die Gelder für die umweltfreundliche Kundenregistrierung sollen nach einstimmigem Votum des Gremiums durch Umschichtung im städtischen Haushalt bereitgestellt werden. Im Juli hatte sich der Ausschuss noch mit Blick auf die Haushaltslage mehrheitlich dafür entschieden, das Leihradsystem nicht mehr zu bezuschussen. In Karlsruhe war das Leihfahrradsystem im August 2007 eingeführt worden und in der Anlaufphase von der Stadt mit 150 000 Euro jährlich bezuschusst worden.

Das Projekt „Solarbetriebene Registrierungsterminals und Barriereabbau im Zu- und Abgang zum Call-a-Bike-Leihfahrradsystem“ soll für die Nutzer der Leihräder die An- und Abmeldung erleich-tern. Neue Kunden können sich in Karlsruhe künftig sofort an einem der fünf vorgesehenen Termi-nals anmelden - bislang musste man sich zuvor über das Internet registrieren. Die Terminals sollen dort stehen, wo mit zahlreichen „spontanen“ Neuregistrierungen zu rechnen ist, etwa auf dem KIT Campus Süd, am Hauptbahnhof oder am Durlacher Bahnhof. Die Terminals ergänzen das in Karlsruhe angebotene flexible System. Auch künftig ist möglich, das Leihfahrrad am Ziel einfach abzustellen. Da das Elektronikschloss aufgerüstet wird, soll sich das Leihrad künftig per Signal selbst abmelden und seinen Standort mitteilen. Der Rückgabeanruf durch die Nutzer entfällt. Die Kosten für das Pilotprojekt betragen rund 200 000 Euro. Diese werden sich DB Rent und das Bundesverkehrsministerium teilen, der Stadt Karlsruhe entstehen hierfür keine Kosten.
(PM KA)