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Planfeststellungsverfahren der neuen Rheinbrücke Karlsruhe-Wörth: ADFC lehnt die Planung ab und beklagt große Nachteile für den Radverkehr

17.06.2011

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Baden-Württemberg sieht große Gefahren für den Radverkehr und hält die Planung der neuen Rheinbrücke Karlsruhe-Wörth für unvollständig. Insgesamt widerspricht die Planung den bundes- und landespolitischen Zielen beim Radverkehr, die im Nationalen Radverkehrsplan bzw. im Landesbündnis Pro Rad (Baden-Württemberg Fahrradland Nr. 1) festgehalten werden. Die jetzige Planung sieht vor, dass der Radverkehr an der Einmündung in die B10 / Südtangente auf eine Seite reduziert und dann in beide Richtungen auf einer Seite weg von der Straße nach Norden geführt wird.

ADFC-Landesvorsitzende Dr. Gudrun Zühlke: „Es ist empörend, wie wenig Rücksicht bei der Planung auf den Radverkehr genommen wurde. Diese wichtige Radverkehrsverbindung zwischen zwei Bundesländern würde dadurch um einiges unattraktiver und viel gefährlicher werden. So beantwortet sie auch die Frage nicht, wie der Radverkehr sicher nach Karlsruhe geleitet werden soll. Die Führung des Radverkehrs auf der falschen Seite erhöht massiv das Unfallrisiko und wird deswegen vom ADFC abgelehnt.“

Christian Büttner, ADFC-Geschäftsführer des Kreisverbands Karlsruhe, bemängelt, dass „die Planung den Radverkehr von der Straße weg verlagert. Der neue Weg ist teilweise nicht einsehbar und nicht beleuchtet. Damit entfällt die soziale Kontrolle. Dies würde sicher dazu führen, dass Radverkehr an dieser Strecke abnehmen würde.“

Diese wichtige Route, die sowohl im Alltag, als auch in der Freizeit bedeutsam ist, muss in Zukunft gestärkt werden. Deswegen lehnt der ADFC die Planung ab und fordert die Landesregierung auf, dieses Planfeststellungsverfahren einzustellen. Der ADFC beteiligt sich am Bündnis gegen die neue Rheinbrücke und unterstützt deren Einwendung in verkehrspolitischer wie auch naturschutzrechtlicher Sicht. (Pressemitteilung des ADFC Karlsruhe)